Donnerstag, 11. Oktober 2012

Welternährungstag: Schweizerinnen und Schweizer werfen jährlich zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel weg!

Täglich 320 Gramm Lebensmittelverschwendung pro Kopf

Werbe-Sujet von Saatchi & Saatchi für Unicef

Schweizerinnen und Schweizer werfen jährlich zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel weg – fast die Hälfte davon in privaten Haushalten. Pro Kopf und Tag bedeutet das fast eine ganze Mahlzeit. 

 Am 16. Oktober ist Welternährungstag

Ein Grund für den WWF, die Lebensmittelverluste der Schweizerinnen und Schweizer unter die Lupe zu nehmen. Das Resultat: Jährlich werfen wir zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel weg. Pro Person und Tag bedeutet dies 320 Gramm Lebensmittel oder fast eine ganze Mahlzeit, die im Müll landet.

Erstmals wurden in einer ETH-Studie detailliertere Resultate erhoben, wie sich der Foodwaste zusammensetzt. Die Verluste in der Landwirtschaft werden auf mindestens 13 Prozent geschätzt. Sie gehen hauptsächlich auf das Konto von Früchten und Gemüsen, die auf dem Feld liegen bleiben, weil sie zu gross, zu klein oder zu unförmig sind. In der Verarbeitungsindustrie liegt der Anteil bei 30 Prozent und kommt hauptsächlich durch das Aussortieren „minderwertiger“ Waren zustande. Entgegen allgemeiner Erwartungen fallen die grossen Verluste nicht im Detailhandel (5%) und im Grosshandel (2%) an, sondern beim Endkonsum: 45 Prozent bei den Konsumenten und 5 Prozent in der Gastronomie. Wie gross der Abfallberg bei den Haushalten ist und welche Auswirkungen dieser hat, hat der WWF zudem in einer interaktiven Grafik visualisiert.

Verlust ist nicht gleich Verlust

Nicht jeder Lebensmittelabfall ist gleich gravierend. Dazu WWF-Expertin Jennifer Zimmermann: «Es spielt eine Rolle, ob wir einen Salat aus dem eigenen Garten oder Bohnen aus Kenia wegwerfen, die mit grossem Energieaufwand eingeflogen worden sind.» Das Wegwerfen von Fleisch belastet die Umwelt am stärksten, weil dessen Produktion besonders viele Ressourcen braucht: In einem Kilo Fleisch stecken sieben bis 15 Kilo Futtermittel. Mit dem Engagement aller Stufen der Lebensmittelkette könnten wir einen Drittel der heutigen Lebensmittelverluste verhindern und damit jährlich so viel CO2 einsparen, wie 500‘000 Autos ausstossen.

Tipps für Konsumenten:

Vor dem Einkauf einen Blick in den Kühlschrank werfen

Menu planen und Einkaufsliste erstellen

Speisereste als Resten-Rezepte verwerten

Lebensmittel luftdicht verschlossen oder kühl aufbewahren, damit sie länger halten

Frischprodukte lieber häufiger, dafür gezielter einkaufen statt grosse Wocheneinkäufe tätigen, die dann nicht verwertet werden können

Zuerst testen, ob abgelaufene Produkte wirklich nicht mehr geniessbar sind

Grüngut wo möglich in Biogasanlagen oder Kompostierung der Gemeinde bringen

Essensabfälle im Sack und nicht im Abwasser entsorgen. Das Herausholen in der Kläranlage braucht zusätzliche Energie


Aufteilung der Verluste nach Sektor

Weitere Informationen:

Bericht «Lebensmittelverluste in der Schweiz – Ausmass und Handlungsoptionen», ausgearbeitet vom WWF in Zusammenarbeit mit foodwaste.ch:
Dokument zum herunterladen (PDF)

Interaktive Grafik zum Schweizer Foodwaste:
WWF > Die tägliche Verschwendung

Montag, 6. August 2012

Bauern Schweiz: 1450 Bauernhöfe sind letztes Jahr eingegangen - dafür mehr Biobetriebe?!

Foto: (c)Ravensburger

2011 sind in der Schweiz 1450 Bauernhöfe eingegangen. Mit 258 Betrieben sind im Kanton Bern am meisten Höfe verschwunden. Aber auch in den Kantonen Wallis, St. Gallen und Freiburg gibt es immer weniger Bauern. Die Zahl der Biobetriebe hingegen hat erstmals seit 2006 wieder zugenommen.

Neuenburg. – Damit gibt es landesweit noch 57'600 Landwirtschaftsbetriebe, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Zugenommen hat erstmals seit 2006 die Zahl der Biobetriebe: Sie machen inzwischen rund 10 Prozent aller Bauernhöfe aus. An der Spitze steht der Kanton Graubünden, wo 22 Prozent aller Schweizer Biohöfe stehen.

Praktisch unverändert geblieben ist die landwirtschaftliche Nutzfläche: Sie beträgt gut eine Million Hektaren. Während die kleinen und mittleren Betriebe weniger Fläche bewirtschaftet haben, besitzen die grössten Betriebe zunehmend grössere Flächen. (sda)

Ein kleiner Trost: Für die junge Generation gibt es interessante Spiele (z.B. von Ravensburger); Computer-Games; auf dem virtuellen Bauernhof; Bücher, Hörspiele etc.

Dienstag, 22. Mai 2012

Zahlen > Zahlen?!? Menschen, Kinder, Grosskonzerne, Geldvermögen, Hunger.



147 Grosskonzerne, kontrollieren 80% des gesamten Umsatzes und 40% des ganzen Vermögens.


Das heisst, weniger als 1% beherrschen die Weltwirtschaft. 

0,5% der Weltbevölkerung besitzt 40% des gesamten Vermögens. Aber 66% nur 3,3%.


3'000'000'000 Menschen auf dieser Welt leben mit weniger als 2€ am Tag.


Zwischen 1997 und 2007 stieg das Einkommen der obersten 1% um 224%, während das der unteren 90% nur um 5%. Bei den obersten 0,1% war der Anstieg um 390%.


Im Jahr 2000 haben die top 10 Banken in den USA 55% des Geldvermögens kontrolliert. Heute sind es 77%.


Alle 3,6 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger. 3/4 davon sind Kinder unter 5 Jahren.

weiteres aus Urinblog (definitiv kein Mainstreamurin)